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Die Japanische Teezeremonie Sarei

Die Teezeremonie Sarei ist ein alter japanischer Brauch mit einem strikt geregelten Ablauf. Bei der Prozedur voller Symbolik steht die Übung von Achtsamkeit >> im Vordergrund. Du kannst an einer solchen Zeremonie, wie sie allmorgendlich in japanischen Klostern durchgeführt wird, in der vita Zen Lounge teilnehmen. Dabei profitierst du von der Stille und Klarheit. Für noch mehr Harmonie eignet sich ideal eine Kombination mit der Zen Meditation.

Der Ursprung des japanischen Brauchs

Die Teepflanze stammt ursprünglich aus den Weiten Chinas und gelangte aufgrund der geografischen Nähe zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert nach Japan. Dort waren es buddhistische Zen-Mönche, die die Teezeremonie einführten. Zahlreiche Reformen und Modifikationen änderten die Prozedur bis hin zu der zeremoniellen Art und Weise, wie sie noch heute in Japan oder auch der Zen Lounge in Salzburg ausgeübt wird.

Der Ablauf des Rituals

Die Teezeremonie ist voll Symbolik und bildet Zen „Im Kleien“ ab. Der Tee steht für das Wesentliche, die Teeschalen für die Form. Das Gruppenerlebnis erzeugt Energie und Kraft. Der harmonische, formalisierte, synchronisierte Ablauf steht für die Harmonie der Dinge und des Ganzen. Der Jisha (Teegeber) bereitet den grünen Tee für die Gäste vor, der traditionell in 4 Schlucke getrunken wird, eingeleitet mit den Worten Klarheit, Respekt, Harmonie und Stille.

Der Nutzen und Zweck der Zeremonie

Zu Beginn der Entstehung der Zeremonie dient diese dem Zweck, den Mönchen zu mehr Ruhe zu verhelfen. Darüber hinaus wirkte das Getränk meditationsfördernd. In Japan florierte das Ritual, da vor allem die Samurai Kämpfer das Bedürfnis, nach einem einfachen, klar geregelten Ritual hatten, fernab vom hektischen, oftmals tödlichen Alltag. Noch heute profitierst du, in einem erneut oftmals hektischen Alltag, von der Klarheit der Regelung der Teezeremonie. Dazu sorgen die einfache Einrichtung und die Zen Meditation für mehr Harmonie und Achtsamkeit. Vor allem die Stille bei der Sarei Zeremonie wirst du wohlwollend empfinden.

Unter Specials findest du die aktuellen Termine der Teezeremonie “Ein Morgen wie im Zen-Kloster” >>

Welche Rolle spielt Mitgefühl im Zen-Buddhismus?

Grundsätzlich ist Mitgefühl der Ursprung des spirituellen Lebens. Es ist damit das elementare Ziel all der Menschen, die ihr Dasein der Erlangung der Erleuchtung widmen. Um zu eruieren, welche Rolle Mitgefühl im Zen Buddhismus spielt, ist es zunächst einmal grundlegend, die Differenzierung zwischen dem Wort Mitleid und Mitgefühl zu verdeutlichen. Zen ist in dem Zusammenhang die mystische Variante des Buddhismus’. Es heißt, Zen sei die wohl reinste Form des Buddhismus’, die es gibt.

 

Mitgefühl statt Mitleid

Mit Blick auf die buddhistischen Ansichten ist es in keiner Weise förderlich, Leid zu teilen oder gar die Leidhaftigkeit eines anderen Menschen zu übernehmen. So ist in dieser Glaubensrichtung jeder Mensch für sein eigenes Geschick zuständig. Anders hingegen verhält es sich, wenn es um das Mit-Fühlen geht. Diese Eigenschaft wird hier als überaus positiv bezeichnet. Menschen, die über die Fähigkeit des Mitfühlens verfügen, sind auch imstande anzuerkennen, dass es Menschen gibt, die ein Leid, eine Schwere oder Belastungen unterschiedlichster Art durchleben. Dieser Aspekt des Begreifens und des Verstehens des Leides anderer wird dabei als Mitgefühl bezeichnet. Und somit erschließt sich bereits aus der Definition der Begrifflichkeit “Mitgefühl”, welche Rolle Mitgefühl auch im Zen Buddhismus spielt.

 

Der Ursprung des Lebens

Mit-Gefühl ist grundsätzlich die Wahrnehmung des Leides anderer, wobei hier der Fokus ganz klar darauf liegt, diese Erkenntnis auf sich selbst zu beziehen. Und zwar vor dem Hintergrund des Lernen wollens. Elementar ist diesbezüglich die Tatsache, dass in bestimmter Hinsicht eine Dankbarkeit entsteht, weil man selbst bereits eine Selbsterfahrung erlebt oder Einsichten generiert hat. Denn nur auf Basis dieser Erkenntnisse und Erlebnisse ist es einem Menschen überhaupt möglich, zu reifen.

 

Auf den Punkt gebracht – die Definition von Mitgefühl

Im Zen Buddhismus handelt es sich in erster Linie um den Wunsch, dass andere Menschen frei sein mögen von Leid. Insbesondere steht dabei der Wille im Fokus, dass andere frei von den Ursachen des Leides sein mögen. Aus dieser Bedeutung heraus kann man schließen, dass Mitgefühl darauf basiert, die Gefühle der Menschen an sich nicht nur zu verstehen und sie begreifen zu wollen, sondern sie auch wertzuschätzen. Der Aspekt greift im Zen Buddhismus, wenn man als Mensch selbst bereits einen bestimmten Leidensweg hinter sich gebracht hat.


„Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr.
Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.“
– Buddha –

 

In Anlehnung an die Weisheit des Buddha ist Zen weder eine Religion, noch eine Philosophie. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Form der Meditation. Es geht einzig und allein darum, zu lehren. Das Leben als solches soll hier und jetzt verwirklicht werden, ohne dass der Mensch dabei seine Gedanken an die Zukunft oder gar an die Vergangenheit verschwendet. Diese werden im Zen ohnehin bloß als Auswüchse des menschlichen egoistischen Verstandes begriffen. Mit der Konsequenz, dass sie den Denkenden daran hindern, wirklich zu leben. Ziel ist es, wirklich selbst gelegt, also persönliche Erfahrungen gesammelt zu haben. Nichtsdestotrotz kann oder darf Mit-Gefühl auch dann empfunden bzw. erlebt werden, wenn man selbst bestimmte Dinge nicht durchlebt hat. Wichtig ist, sich hinein fühlen zu können, wie tragisch ein bestimmtes Erlebnis für einen Mit-Menschen in der Tat gewesen sein muss. An dieser Stelle ist es laut Buddha hilfreich, sich selbst zu wünschen, sich aus der prekären Situation befreien zu können. Denn nur dann kann daraus der intensive Wunsch entstehen, dass sich auch der andere aus seinem Leid befreien kann.

 

Wenn du mehr über Zen und Zen-Meditation >> erfahren möchtest, besuch uns doch in der vita Zen Lounge in Salzburg. Wir freuen uns auf dich!

Die Geschichte des Zen

Im Zen-Buddhismus ist die regelmäßige Praxis des Meditierens wichtiger als das Lesen der heiligen buddhistischen Schriften. Diese Art des geistigen Trainings lehrt im Ursprung, immer im Augenblick zu sein und sich nicht von Gedanken ablenken zu lassen. Sogar das Denken an Buddha während der Meditation gilt als Ablenkung, die es zu vermeiden gilt. Daher gibt es den berühmten buddhistischen Spruch: “Triffst du Buddha unterwegs, schlag ihn mit einem Stock!”

Geschichte des Zen und Entwicklung bis heute

Der Zen-Buddhismus gilt als Strömung des Mahayana-Buddhismus aus dem 5. Jahrhundert n. Chr., der in China seinen Ursprung hatte (dort “Chan” genannt, ein Wort aus dem Sanskrit, was so viel heißt wie Meditation oder Versenkung). Durch Mönche in Südostasien verbreitet, entstanden koreanische und vietnamesische Ableger. Ab dem 12. Jahrhundert n. Chr. kam diese Art des Buddhismus nach Japan und erhielt eine neue Ausprägung und Interpretation. Das Wort “Chan” wurde zu “Zen” und wurde mit diesem Namen viel später auch in den USA und im Westen verbreitet. Seit dem 20. Jahrhundert wenden sich auch Christen und Laien der Meditation zu und profitieren von der Wirkung, die diese Form des Meditierens mit sich bringt.

Was ist Zen und was kann es bewirken?

Es handelt sich nicht um eine Religion, sondern um eine Lebens- und Geisteshaltung. Es hat kein Ziel, es will nichts erreichen außer dem, was der Augenblick verlangt. Die berühmte japanische Teezeremonie ist ein beeindruckendes Beispiel dafür: Man wird eins mit den Handlungen und erfährt darin absolute Gegenwärtigkeit. In dieser Haltung und wenn man auf diese Art und Weise meditieren lernt, beruhigt man den Geist und lernt, ganz im Hier und Jetzt zu sein.
Zen-Meister stellen in der Geschichte ihren Schülern immer wieder widersprüchliche oder sinnlose Fragen. Frage und Antwort bilden das Paradox (“koan”), das sich nicht durch Denken beantworten lässt, denn es gibt keine logische Erklärung für ein “koan”. Die richtige Antwort erhält der Schüler durch intuitives Verstehen und Eintauchen in das Rätsel. Dadurch kommt er der Erleuchtung ein Stückchen näher.

Meditieren lernen oder: Wie kann ich mich dem Moment hingeben?

Das regungslose Sitzen (“zazen”) und das sorgsame Beobachten des eigenen Atems sind typische Merkmale einer solchen Meditation. Das Meditieren dient der Beruhigung des Geistes. Nur ein Geist, der beruhigt ist, kann die Erleuchtung erfahren. Die gewünschte Wirkung – also die Erleuchtung – kann bei ganz alltäglichen Dingen kommen – auch beim Geschirr spülen oder Schnee schippen. Voraussetzung ist die völlige Hingabe an den gegenwärtigen Moment. In Zeiten von Smartphones, ständiger Erreichbarkeit und einer digitalen Umgebung wird diese Hingabe an die Gegenwart immer schwieriger. Daher ist es gerade in der heutigen Zeit sinnvoll, meditieren zu lernen.

Die Zen Meditation kannst du kostenlos in der vita Zen Lounge in Salzburg ausprobieren. Hier geht’s zu den Terminen >>