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Welche Rolle spielt Liebe im Zen Buddhismus?

Liebe ist das elementarste Gefühl, das wir kennen und das wichtigste Element, das die Menschheit zusammenhält. Sie gilt als das höchste Gut in allen Religionen. Ohne sie gäbe es kein Mitgefühl, kein Zusammenleben, keinen Frieden und kein Glück. Sie hat für jeden Menschen einen anderen Stellenwert – für die meisten den höchsten im Leben. Welche Rolle spielt Liebe im Zen Buddhismus?

Brahma Vihara – die vier himmlischen Verweilzustände 

Der buddhistische Begriff “Brahma Vihara” beschreibt die vier Zustände, die im Buddhismus die erstrebenswerten Geisteszustände gegenüber anderen Lebewesen darstellen: Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut. Dabei beschreibt der erste Zustand nicht das romantische, sondern das freundschaftliche Lieben, das das Glück und glücklich sein aller Lebewesen zum Ziel hat. Im Zusammenhang mit dem Zen Buddhismus sollte der Begriff deshalb besser mit “liebender Güte” oder “Wohlwollen” übersetzt werden, denn es handelt sich um ein uneigennütziges, selbstloses Lieben ohne Begierde und Anhaftung. Es ist das Wollen, dass andere glücklich sein werden oder sind.
Buddha sagt: Güte ist durch die Erkenntnis von den Schlacken der Leidenschaft geläuterte Liebe.


Wie kannst du liebende Güte beim Meditieren praktizieren?

In der Meditationspraxis kommen die vier himmlischen Verweilzustände (oder auch “Die vier Unermesslichen” genannt) immer wieder vor: Du übst Mitgefühl und Wohlwollen als Bestandteil deiner Gedanken aus und erfährst dadurch Freude und Gleichmut. Du fühlst dich anderen Lebewesen verbunden und erkennst, dass jeder Mensch glücklich sein möchte. Güte gegenüber allen Lebewesen ist eine der wichtigsten Merkmale der buddhistischen Lehre.
Baue in deine Meditation das Gebet der vier himmlischen Verweilzustände ein. Der wunderschöne Text lautet:
“Mögen alle fühlenden Wesen Glück und die Ursache des Glücks besitzen,
Mögen alle fühlenden Wesen von Leiden und der Ursache des Leides getrennt sein,
Mögen alle fühlenden Wesen niemals von der Freude, die frei ist von Leiden, getrennt sein,
Mögen alle fühlenden Wesen in Gleichmut verweilen, die frei ist von Anhaftung und Ablehnung.”
Spüre dabei, wie dein Herz aufgeht und dein Atem die vier himmlischen Verweilzustände ein- und ausatmet. 


Welche Vorteile bringt dir diese Meditation?

Ein Mensch kann nur dann Glück empfinden, wenn er sich selbst liebt und ein Leben ohne Angst lebt. Beim Meditieren lernst du, deine Empathie und Güte zu stärken und somit auch Selbstliebe zu praktizieren. Dich selbst zu lieben und zu achten ist die wichtigste Voraussetzung, um andere Menschen zu lieben und zu respektieren. Wenn wir uns selbst nicht lieben, wen können wir dann lieben? Liebesfähigkeit fängt beim eigenen Ich an. Die Meditation hilft dir, diese Selbstliebe zu entdecken, zu fördern und weiterzuentwickeln.


Praktizieren von liebevoller Güte in der vita Zen Lounge

Beim Zen geht es nicht um den Buddhismus als Religion, sondern um die Meditationspraxis und das Verweilen im Hier und Jetzt. Aber natürlich lehnt sich Zen an buddhistische Lehren an und unterstützt dich dabei, das elementarste Gefühl – die Liebe – für dich und deine Mitmenschen zu empfinden und auch im Alltag zu praktizieren.
Meditationen, Workshops und Seminare helfen dir dabei, dich menschlich weiterzuentwickeln und dein Ich neu zu entdecken. Verliebe dich neu in dich selbst! Das ist der erste Schritt, um liebevolle Güte und Freundlichkeit andern gegenüber zu zeigen.

Gesundheitliche Vorteile der Zen Meditation

Zen Meditation baut Stress ab und hält Alterserscheinungen auf

Dass Meditation lernen der Gesundheit zuträglich ist, dürfte allgemein bekannt sein. Die ruhige Haltung, das tiefe Entspannen helfen, Abstand vom stressigen Alltag zu nehmen. Die Auswirkungen von Stress, insbesondere auf das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel, den Hormonhaushalt und sogar so offensichtliche Dinge wie Verspannungen und Kopfschmerzen werden durch regelmäßige Meditationen gelindert.

Zen Meditation bedeutet extreme Ruhe

Meditation lernen in christlichen Klöstern, im Rahmen von Yoga oder anderen Kursen bedeutet normal, dass Gegenstände, Ambiente oder Musik zu Hilfe genommen werden. Die Meditierenden konzentrieren sich auf die Musik, die Gegenstände oder ein bestimmtes Gefühl und gewinnen durch diese intensive Konzentration Abstand zum Alltag. Sie gehen entspannt, ruhig und gut gelaunt aus der Meditation hervor. Zen Meditation kommt ohne Hilfsmittel aus. Diese Form der Meditation stellt die Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Körper in den Mittelpunkt. Die Meditierenden konzentrieren sich nicht auf etwas, das außerhalb des Körpers liegt. Vielmehr versuchen sie, in der Ruhe ihr Inneres verstärkt wahrzunehmen.

Wiederholte Zen Meditationen schaffen einen Ausgleich zum Alltag, leisten Stressabbau und geben mehr Energie. Aber sie haben auch weitere gesundheitliche Vorteile: Die Meditierenden lernen, auch im Alltag immer wieder sich selbst wahrzunehmen und die Umgebung auszublenden. Die materielle Welt verliert an Wert. Das hat Vorteile für die Gesundheit, denn auch Trends und Mode werden nicht mehr als soziale Kontrolle wahrgenommen, der dadurch indizierte Stress ist weg.

Zen Meditation ist nicht religiös

Der Zen ist zwar eine japanische Entwicklung des Buddhismus, der bereits auf seinem Weg von Indien über China nach Japan eine eigene Prägung erfuhr. Zen versucht, sich von weltlichen Zwängen, Regeln und Ordnungen zu befreien. Im Zazen spielt zudem die große Leere als befreiender Zustand eine wichtige Rolle. Aber außer ihrem Ursprung hat die Zen Meditation mit dem Buddhismus nicht viel zu tun. Es sei denn, Du siehst in der besonderen Achtung, die Du Dir selbst und in der Folge Deinen Mitmenschen entgegenbringst, einen typisch buddhistischen Zug … Meditation lernen ist aber generell unabhängig von jeglicher Religionszugehörigkeit.

Bei der Meditation selbst spielt die Religion keine Rolle, auch keine untergeordnete. Du schaffst es, allein durch die entspannte Haltung und die geistige Leere mehr Energie zu gewinnen, einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen und aktiven Stressabbau zu erlernen. Deine Gesundheit profitiert. Meditation lernen macht also durchaus Sinn – vor allem Zen Meditation.

Gesundheitliche Vorteile der Zen Meditation

Im Rahmen einiger Studien konnte zwar nachgewiesen werden, dass sich die graue Masse rund um die Amygdala, also der für Stress und Müdigkeit, Aggressionen und besonders starke Emotionen zuständigen Gehirnregion, unter dem Einfluss regelmäßiger Meditation deutlich sichtbar zurückbildet. Gleichzeitig wurde die Gehirnregionen, die für Mitgefühl, Empathie, Verständnis, Rücksichtnahme und das Einnehmen anderer Positionen zuständig ist, besser vernetzt und stärker ausgebaut. Die Untersuchungen im fMRT zeigten aber nicht, ob diese Neuausrichtung des Gehirns auf der Ebene der Nervenzellen dauerhaft ist. Die Langzeitstudien zu dieser Fragestellung laufen noch. Andere gesundheitliche Vorteile konnten aber ebenfalls inzwischen festgemacht werden: Es gilt als gesichert, dass Meditation lernenden Blutdruck senken und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv beeinflussen kann. Meditation lernen alleine ist aber nicht alles: Du musst dran bleiben. Denn diese Effekte verschwinden wieder, wenn Du nicht regelmäßig meditierst.

Meditation lernen

Du bist neugierig geworden? Dann besuch uns doch an einem unserer kostenlosen Einführungsabenden in der vita Zen Lounge in Salzburg >>. Wir freuen uns auf dich!